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Martin K. Halliger

PR-Management / Pressesprecher

PR-Management / Press spokesman

78 rollende Werbetafeln

MZ 28.03.2015

Man könnte sagen, dass die neuen Waggons, die nun in ganz Deutschland herumfahren, nichts Besonderes sind. Doch schon von Weitem zeigt sich: Es stimmt nicht. In weißer Schrift prangt auf der Seite der Schriftzug "Düngemittel aus Leuna". Es sind mehr als zweckmäßige Transportmittel, es sind auch mobile Werbetafeln für einen der modernsten Chemiestandorte in Europa. So jedenfalls sehen es die Chefs des Chemieunternehmens Domo Caproleuna, Luc de Raedt, und der Betreibergesellschaft InfraLeuna, Christof Günther.

In 78 neuen Schüttgutwaggons werden nun von Leuna aus Düngemittel an große Verteilerlager in Hamburg, Rostock und Regensburg gebracht. Von dort geht der Dünger an Zwischenhändler oder direkt an Landwirte und schließlich auf Deutschlands Äcker. "Die Beschaffung der Waggons war für uns ein konsequenter Schritt. Wir wollen unseren Marktanteil in Deutschland künftig weiter ausbauen", so Domo-Chef de Raedt. Drei Züge mit je 26 Waggons pendeln nun zwischen Leuna und den Zielorten hin und her.

Der Vorteil: Das Chemieunternehmen ist nicht mehr auf Leih-Waggons angewiesen. Außerdem seien die modernen Waggons auch effizienter, wie Birgit Seidel erklärt. Sie ist die verantwortliche Mangerin für den Verkauf der Düngemittel bei Domo. "Nun können wir 1700 statt wie bisher nur 1500 Tonnen pro Zug transportieren", so Seidel. Möglich ist das durch eine leichtere Bauweise, die Ladekapazität erhöht sich.

Seite vier Jahren haben Domo und InfraLeuna an der Millioneninvestition geplant. Die Betreibergesellschaft hat die Waggons gekauft, Domo least sie wiederum von InfraLeuna. "Für den Chemiestandort Leuna ist es ein sehr gutes Zeichen, dass Domo so langfristig denkt", sagt Christof Günther.

Für ihn sind die Waggons aber nicht nur eine zukunftsweisende Investition, sondern auch ein Sinnbild für die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen: "Zwischen uns gibt es eine stabile und feste Kupplung, wie zwischen den Waggons", so Günther.

Der Chemiestandort baut schon seit einigen Jahren auf den Ausbau des Schienenverkehrs. So wurde Anfang des vergangenen Jahres im Chemiepark ein neues Logistikgebäude und eine modernisierte Betriebszentrale für den Bahnverkehr in Betrieb genommen. Zeitgleich wurden die Schienenanbindungen erneuert, momentan laufen noch Bauarbeiten an einer Bahnbrücke im Süden.

"Diese neuen Waggons sind die besten Botschafter, die es für uns geben kann", so Günther mit Blick auf die blauen Wagen. Er geht davon aus, dass die rollende Werbung auch künftig der Entwicklung Leunas zugute kommt.