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Mehr Platz für tausende Laster

MZ 08.12.2018

Der Asphalt lässt bereits den Verlauf der neuen Abbiegespur zum Tor 6 des Chemiestandortes in Leuna erahnen. Seit ein paar Wochen wird an der Fahrbahn an der Bundesstraße 91 aus Richtung Weißenfels kommend bereits gearbeitet. Die Spur ist nur ein Teil eines groß angelegten Projektes, das dem Wachstum des Chemiestandortes Rechnung tragen soll.

29.900 Gefahrgutkontrollen wurden allein in 2018 am Tor 6 abgefertigt. Diese Vielzahl an Lkw sind also die B 91 entlang gekommen, um zum Tor abzubiegen und sich dort den Kontrollen des Werkschutzes der Betreibergesellschaft InfraLeuna zu unterziehen.

Das Lkw-Aufkommen, so Geschäftsführer Christof Günther, sei eine guter Indikator um das Wachstum darzustellen: 2009 haben 17.938 Gefahrgutkontrollen stattgefunden. Bis heute ist die Zahl also um 66 Prozent gestiegen. „Mit den Erweiterungen der Firmen am Standort steigt natürlich auch der Verkehr“, sagt Günther. Neben den aufwändigen Gefahrgutkontrollen haben in diesem Jahr außerdem 190.000 Besucher den Standort betreten. Für diese müssen an der Anmeldung Fahr- und Parkberechtigungen ausgestellt werden. Das Tor 6 als zentrale Einfahrt steht nun auch im Fokus der zukünftigen Bemühungen.

Noch bis in das Frühjahr hinein soll die Abbiegespur von 100 auf 350 Meter verlängert werden und einen direkten Zugang zu einem der Parkplätze an der Bundesstraße ermöglichen. Dafür investiert die InfraLeuna insgesamt 730.000 Euro. „Es soll zukünftig ein möglicher Rückstau verhindert werden“, sagt Geschäftsführer Christof Günther. Darüber hinaus werden auch weniger offensichtliche Prozesse bei der Anmeldung und den Kontrollen optimiert und verändert, um Zeit zu sparen und den Kunden entgegenzukommen. „Derzeit wird an einer Software gearbeitet, die dann das Anmelden online ermöglicht“, blickt Christof Günther voraus. Auch baulich soll es noch Veränderungen am Tor 6 geben. Das werde die Betreibergesellschaft, die für die Infrastruktur zuständig ist, noch ein paar Jahre beschäftigen.

Einen Widerspruch sieht Geschäftsführer Günther zur Strategie mehr Güter über die Schiene transportieren zu wollen, allerdings nicht. Der Standort Leuna wachse und das mache sich sowohl bei den Gütern, die über die Schiene transportiert werden, bemerkbar als auch an der Zahl der Gefahrgut-Lkw die eben jenes Tor jeden Tag passieren müssen. „Die Entwicklung geht nicht zu Lasten der Schiene“, erklärt Günther.