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Standort in Leuna wächst weiter

MZ 10.05.2019

Der Chemiestandort Leuna wächst in rasantem Tempo. "Es wird so viel investiert wie seit der Privatisierung nicht mehr", sagt Christof Günther, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft InfraLeuna, am Donnerstag während der Messe Leuna-Dialog. Gleichzeitig wirbt die Infra offenbar um eine Neuansiedlung. Als besondere Gäste suchten Vertreter des finnischen Unternehmens UPM den Kontakt zu Dienstleistern und Firmen der Region.

UPM ist im Bereich der Holzverarbeitung tätig und offenbar auf der Suche nach einem Standort für eine Bioraffinerie. "Wir sind in der Endauswahl", sagte Günther auf MZ-Nachfrage. Und tatsächlich will sich das Unternehmen zwischen Leuna und Frankfurt entscheiden. Für Leuna könnte ein "vielversprechendes Objekt" winken, wenn sich das Unternehmen für die Region entscheiden sollte.

Unterdessen werden am Standort Investitionen geplant, die eine halbe Milliarde Euro übersteigen. Allein die Total Raffinerie investiert 300 Millionen Euro, die Linde AG über 80 Millionen Euro in neue Anlagen. Neu am Standort soll noch in diesem Jahr die Anlage der Firma Aurora für zehn Millionen Euro entstehen, in der medizinisches Cannabis hergestellt werden soll und auch Neuankömmling Alberdingk Boley will im zweistelligen Millionen-Bereich in Anlagen erweitern.

Die Zeichen stehen am Standort auf Wachstum. Womöglich ist auch die Auslastung der Fachmesse ein Indiz dafür: Zur bereits 14. Leuna-Dialog waren am Donnerstag 122 Unternehmen im Kulturhaus in Leuna, um Kontakte zu knüpfen und sich zu präsentieren. Weitere 53 Firmen hätten dort keinen Platz mehr bekommen, so Günther bei der Eröffnung.