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Raffinerie verschiebt Stillstand

MZ 05.05.2020

Der große Stillstand der Total-Raffinerie muss verschoben werden und kann nicht wie geplant im Herbst in Spergau stattfinden. Auf Nachfrage führt das Unternehmen die anhaltende Corona-Pandemie als Grund an. Dadurch würde der Reise- und Güterverkehr beschränkt und auch die internationalen Lieferketten werden durch die Krise beeinflusst, heißt es. Wann nun der große Stillstand stattfinden soll, ist noch unklar. Es werden, so die Information der Total, derzeit mit Interessenvertretern und Partnern alternative Optionen geprüft.

Geplant war in diesem Jahr ein großer Stillstand, bei dem die Raffinerie für sechs Wochen still gestanden hätte. Währenddessen hätte es verschiedene Reparaturen gegeben, zudem sollte eine neue Anlage eingebunden werden. Dafür sollten im Herbst 120 Anlagenteile mit einem Gewicht von 3.500 Tonnen verbaut und 700 Tonnen Rohrleitungsmaterial erneuert werden, wie Geschäftsführer Willi Frantz im April 2019 erklärte.

Damals stellte er das Großprojekt vor, bei dem 300 Millionen Euro an den Standort der Raffinerie fließen sollten. 150 Millionen Euro waren für die Erneuerung der Pox-Methanol-Anlage sowie die Visbreaker-Anlage vorgesehen, die zweiten 150 Millionen sollten in den nun verschobenen Stillstand investiert werden. Nicht nur die Mitarbeiter der Raffinerie wären im Einsatz gewesen, sondern während der sechs Wochen auch etwa 4.000 Arbeiter und 80 Kräne auf dem Gelände in Spergau. Auch die Landesregierung hat die Total-Raffinerie im Blick, denn durch ihren Stillstand verändere sich spürbar das Wirtschaftswachstum des Landes Sachsen-Anhalt.