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In Leuna wird kräftig investiert

MZ 01.06.2019

Mehr als 50 Millionen Euro investiert die Standortgesellschaft in Leuna dieses Jahr, um die Infrastruktur des Chemiestandortes instand zu halten und zu erweitern. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um den bei uns angesiedelten Unternehmen weiteres Wachstum zu ermöglichen“, sagte der Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH, Christof Günther. Angesichts der guten Konjunktur wollten etliche Firmen ihre Produktionsanlagen erweitern.

„Es wird ab diesem Jahr in Leuna so viel gebaut wie seit Jahren nicht mehr“, sagte Günther. „Wir erwarten für die nächsten zwei Jahre Investitionen in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro.“ So hatte das französische Mineralölunternehmen Total angekündigt, 300 Millionen Euro in seine Raffinerie in Leuna zu investieren. Auch für andere Investoren sei der Standort attraktiv. So ist aktuell der Bau einer Anlage zur Herstellung von Cannabis für medizinische Zwecke durch die Firma Aurora Deutschland geplant. Zudem gibt es laut Günther Gespräche mit potenziellen Ansiedlern, etwa aus Finnland.

InfraLeuna selbst bietet den Angaben zufolge als Betreiber des rund 1.300 Hektar großen Areals Firmen in einem Verbundsystem Serviceleistungen für die chemische Industrie an. Dazu gehören die Energie- und Wasserversorgung, die Nutzung der Infrastruktur wie Rohrleitungen, Straßen, das Schienennetz, die Abwasserbehandlung, Werkschutz und Feuerwehr. „Damit können sich die Chemiefirmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren“, erklärte der Chef der InfraLeuna.

Laut InfraLeuna wurden in den vergangenen fünf Jahren rund 200 Millionen Euro aufgewendet, um die Infrastruktur zu modernisieren und auszubauen. Mehr als 100 Unternehmen aus zehn Nationen gibt es am Standort, darunter 40 Produktionsfirmen.

In Leuna arbeiten derzeit rund 10.000 Menschen. Zwölf Millionen Tonnen Güter werden im Jahr hergestellt. Dazu gehören chemische Grundstoffe, Spezialprodukte oder auch Kraftstoffe wie Benzin und Diesel.